Ricardo Schwarz - Kreativworkshops - Auftragsmalerei & Originalkunst vom Künstler
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Die Unternehmerbrille – Warum meine Website kein Nebenprojekt mehr ist

Eine Unternehmenswebsite für Selbstständige – oder in meinem Fall eher eine Künstlerwebsite – ist irgendwie eine Dauerbaustelle.
Eine, die gerade in Künstlerkreisen oft als Hebel unterschätzt wird. Und das ist schade. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Nutzen und wie viele Möglichkeiten dort verborgen liegen.

2021, kurz bevor Corona und all die Maßnahmen begannen, die uns allen die normale Arbeit erschwerten, habe ich aus einem Gefühl heraus meine Website neu gestaltet. Alles wurde übersichtlicher, verständlicher, stärker vom Kunden her gedacht. Man hat auf den ersten oder zweiten Blick verstanden, wer ich bin – und wie man ein Bild bei mir in Auftrag geben kann.

Und genau das hat mich durch diese Zeit getragen.

Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen. Das Internet entwickelt sich weiter – oft so schnell, dass man das Gefühl hat, kaum hinterherzukommen. In den letzten Monaten habe ich deshalb viel gelesen, mich eingearbeitet und schließlich über zwei Wochen hinweg jeden Tag an meiner Website gearbeitet. Denn was 2021 gut war, darf 2026 durchaus noch präziser, klarer und schärfer werden.

Was ich damals zum Beispiel völlig außer Acht gelassen hatte:
SEO, Meta-Daten für Seiten und Produkte – und die Bedeutung von Alternativtexten für Bilder. Dinge, die im Hintergrund wirken, aber entscheidend dafür sind, ob eine Seite gefunden wird oder nicht.

Die letzten zwei Wochen sahen also so aus:
Ich habe mein eigenes angelerntes Fachwissen genommen und parallel mit zwei verschiedenen KIs dasselbe Optimierungsgespräch geführt. Seite für Seite. Text für Text.

Ich wollte mich nicht ausschließlich auf KI verlassen. Aber als Werkzeug, um meine Arbeit zu strukturieren und Wissenslücken zu schließen, war sie eine großartige Unterstützung. Eine gefühlt endlose Arbeit war es trotzdem. Viele kleine Schritte – doch irgendwann ergibt sich daraus ein Gesamtbild. Und dann wird es leichter.

Laptopim Künstlerateliermit farbbekleckertem Arbeitstisch im Hintergrund

Ja, es war anstrengend.
Aber ich habe in den letzten Wochen unglaublich viel gelernt. Ich konnte meine eigene Firma und meine Arbeit durch eine andere Brille betrachten. Und dabei nicht nur meinen Fokus schärfen, sondern auch hinterfragen: Was trägt wirklich? Und was nicht?

Diese „Unternehmerbrille“ fehlt vielen Künstlern manchmal. Man arbeitet vor sich hin, probiert hier und da etwas aus – und tritt dennoch auf der Stelle.

Sicher werde ich in den nächsten Jahren noch einmal jemanden vom Fach auf meine Website schauen lassen. Aber die Basis steht jetzt. Das Fundament ist gelegt. Und damit bin ich fürs Erste gut gerüstet.

Und ja – ein wenig stolz bin ich darauf, mich da konsequent durchgearbeitet zu haben.