Rostock, das Meer und die Reset-Taste
Ich hab’s mal wieder getan. Ich bin ans Meer gefahren.
Genauer gesagt: an die Ostsee. Nach Rostock.
Und diesmal habe ich etwas ziemlich klar festgestellt – ich habe irgendwann in den letzten Jahren mein Herz an diese Stadt verloren.
Es ist fast schon absurd:
Ich setze mich fünf Minuten in den Hafen, schaue aufs Wasser, höre den Wind, beobachte die Möwen – und zack, bin ich 90 % entspannter als noch kurz zuvor in Dresden.
Kein großes Programm, kein „Ich muss noch…“. Einfach nur sitzen. Atmen. Sein.
Und genau das ist es, was diesen Ort für mich so besonders macht.
Einen Ort finden, der dich zurück zu dir bringt
Mir wird immer wieder bewusst, wie wertvoll das ist.
Wenn ich höre oder lese, wie lange viele Menschen nach genau so einem Ort suchen – einem Ort, der wie ein innerer Reset-Knopf funktioniert.
Ein Ort, an dem man nicht leisten muss. Nicht funktionieren muss. Sondern einfach wieder bei sich selbst ankommt.
Ich bin dankbar dafür. Und wenn ich ehrlich bin, auch ein bisschen stolz, mir das erarbeitet zu haben.
Denn solche Orte fallen einem nicht einfach in den Schoß.
Man entdeckt sie, kehrt zurück, baut eine Beziehung auf.
Über Jahre.
Rostock als Basis – und als Gefühl
Rostock ist für mich längst mehr als nur ein Reiseziel. Es ist so etwas wie ein Basislager geworden.
Von hier aus komme ich überall gut hin – an die verschiedenen Ecken der Ostsee, an ruhigere Strände, an belebtere Orte. Und gleichzeitig kenne ich inzwischen meine kleinen Spots in der Stadt: Orte mit gutem Essen, Plätze, an denen ich einfach gerne bin.
Es fühlt sich nicht mehr fremd an. Sondern vertraut. Fast ein bisschen wie ein zweites Zuhause auf Zeit.
Ein Ritual, das gut tut
Mir ist aufgefallen, dass ich das jetzt schon eine ganze Weile mache:
Mindestens einmal im Jahr komme ich hierher. Manchmal auch öfter.
Nicht aus Zufall.
Sondern, weil ich offenbar genau das brauche.
Rauskommen.
Abstand gewinnen.
Mich wieder „einnorden“, wie ich es für mich nenne.
Und jedes Mal merke ich: Es funktioniert.
Dankbarkeit für Möglichkeiten
Was mich diesmal besonders beschäftigt hat, ist ein Gefühl von Dankbarkeit.
Dafür, dass ich mir diese Reisen ermöglichen kann.
Ein- oder zweimal im Jahr einfach ans Meer fahren. Ohne großes Drama, ohne monatelange Planung. Das ist nicht selbstverständlich.
Gerade wenn man sich anschaut, wie es vielen Menschen aktuell geht, wird einem das nochmal bewusster.
Danke, Meer!
Also ja – Danke dafür. Danke an das Leben, an die Umstände, an alles, was dazu geführt hat, dass ich mir das aufbauen konnte.
Und danke ans Meer. Für diesen stillen, einfachen, kraftvollen Reset-Knopf.
Ich komme wieder!