Mach mal! – Wie aus einem Ringbuch eine Buchidee wurde
Oftmals entstehen neue Projekte aus einer großen Idee. Und ab und zu einfach aus einem Satz.
Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich angefangen, meine gesammelten Kreativprojekte aus rund zehn Jahren Arbeit mit Schülerinnen und Schülern in einem Ringbuch zu katalogisieren. Zu jedem Projekt gab es ein Foto, eine kurze Materialliste und ein paar Notizen dazu, für welche Klassen ich es bereits ausprobiert hatte.
Gerade durch meine Arbeit im Förderschulbereich habe ich viele Projekte bewusst so angepasst, dass sie mit wenig Material und überschaubarem Aufwand funktionieren.
Das Ringbuch wurde schnell zu meinem persönlichen Nachschlagewerk. Bis es irgendwann eine Kollegin in die Hände bekam.
Sie brauchte Ideen für eine Vertretungsstunde und meinte anschließend sinngemäß:
„Sowas wäre total praktisch. Wenn da noch ein bisschen mehr Anleitung und eine Materialliste drin wäre – sowas würde ich kaufen.“
Und damit war die Idee geboren.
Ein Jahr lang aufgeschoben
Die Idee für ein Buch hatte ich also schon eine ganze Weile. Umgesetzt habe ich sie trotzdem erst einmal nicht. Bis ich vor etwa zwei Monaten Canva geöffnet und einfach angefangen habe. Ich habe ein Layout gebaut, das mir sofort gefallen hat, und plötzlich war der Moment da, an dem aus der Idee ein echtes Projekt wurde.
Seitdem filtere ich meine bisherigen Projekte: Was lässt sich mit wenig Material vorbereiten? Was funktioniert mit ungefähr 20 Minuten Vorbereitungszeit? Welche Ideen eignen sich für unterschiedliche Altersstufen und Voraussetzungen?
Mittlerweile sind rund 40 Projekte im Buch – und ein paar kommen noch dazu.
„Mach mal!“
Der Arbeitstitel des Buches ist „Mach mal!“
Und eigentlich beschreibt er ziemlich gut, worum es mir geht.
Ich möchte ein Buch für Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen, GTA-Angebote und alle anderen Menschen entwickeln, die mit Kindern und Jugendlichen kreativ arbeiten und manchmal einfach schnell eine gute Idee brauchen.
Kein kompliziertes Bastelbuch mit riesigem Materialaufwand.
Sondern: Idee aufschlagen. Materialien zusammensuchen. Machen.
Besonders aus meiner Erfahrung im Förderschulbereich heraus möchte ich dabei Projekte anbieten, die möglichst niedrigschwellig und unkompliziert umzusetzen sind.
Wenn alles klappt, gibt es in den nächsten Monaten einen kleinen Probetrupp. Und vielleicht wird aus meinem alten Ringbuch noch in diesem Jahr tatsächlich ein Buch.
Und jetzt bin ich neugierig:
Wäre „Mach mal!“ etwas, das euch im pädagogischen Alltag helfen würde?
Schreibt mir gerne in die Kommentare. Ich bin gespannt, ob aus meinem ehemaligen Ringbuch tatsächlich ein Buch für andere wird.
Und jetzt setze ich mich wieder an mein Buch. 😄