Ricardo Schwarz - Kreativworkshops - Auftragsmalerei & Originalkunst vom Künstler
IMG_20220820_132357.jpg

Blog

9 Jahre Artnight – und wie schnell die Zeit vergeht

Manchmal ist es schon verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Ganze Jahre ziehen vorbei – und plötzlich stellt man fest: Moment mal, ich hab ein Jubiläum! 😅

Genau das ist mir vor zwei Wochen passiert.

Am 17. Oktober 2017 fand im Café 100 in der Dresdner Neustadt meine erste Artnight statt. Damals malten wir eine geometrische Frida Kahlo.

Und damit bin ich inzwischen tatsächlich seit über neun Jahren bei Artnight dabei. Ich hätte dieses kleine Jubiläum fast vergessen. 😅

Ricardo Schwarz, Artnight in Dresden

Wie alles angefangen hat

Im April 2017 schickte mir eine Kundin eine Anzeige von Artnight. Gesucht wurden Künstler, die Lust hatten, kreative Workshops in Bars und Kneipen zu betreuen.

Ich las das und dachte: Ja, das klingt nach mir.

Also bewarb ich mich mit einer kurzen Videobotschaft – und wurde tatsächlich der erste Artnight-Künstler in Dresden.

Die Anfangszeit war ziemlich wild. 😅

Seitdem ist unglaublich viel passiert. Artnight hat sich weiterentwickelt, ist zwischendurch gestolpert, hat Corona überstanden und intern einige Veränderungen erlebt.

Und ich durfte in dieser Zeit bei vermutlich rund 500 Events unzählige Menschen beim Malen begleiten.

Menschen, die überzeugt waren, überhaupt nicht kreativ zu sein. Menschen, die einfach ein paar Stunden aus ihrem Alltag ausbrechen wollten. Und viele, die danach immer wieder zu meinen Veranstaltungen kamen.



Vom Kneipentisch ins Atelier

In diesen neun Jahren habe ich selbst unglaublich viel gelernt – über Kurse, Gruppen, Logistik und natürlich darüber, wie ich Kreativität vermitteln möchte.

Diese Erfahrungen haben natürlich auch meine eigene künstlerische Arbeit beeinflusst.

Seit 2022 finden meine Artnights außerdem fast ausschließlich in meinem eigenen Atelier statt. Ursprünglich war das ein Experiment – aber das Feedback der Teilnehmer war ziemlich eindeutig: Sie finden es dort sogar besser als in der Kneipe.

Für mich bedeutet das vor allem mehr Freiheit und Flexibilität. Ich kann die Veranstaltungen stärker an meine eigene Arbeit anpassen und immer wieder neue Ideen ausprobieren.

Aus der ursprünglichen Idee einer Malsession in einer Kneipe ist damit über die Jahre ein fester Teil meiner eigenen Arbeit geworden.

Und jetzt geht's Richtung 10 Jahre

Wenn ich heute auf diese neun Jahre zurückblicke, sind es gar nicht die Zahlen, die mir am meisten im Kopf bleiben.

Es sind die Menschen.

Das Lachen während eines Kurses. Der Moment, in dem jemand völlig vertieft vor seiner Leinwand sitzt. Und natürlich dieses „Wow, das habe ich selbst gemacht!“, wenn am Ende das eigene Bild vor einem steht.

Genau diese kreativen Auszeiten sind es, die mir an den Artnights bis heute Freude machen.

Und irgendwie finde ich es ziemlich schön, dass aus einem spontanen „Ja, das klingt nach mir“ im Jahr 2017 inzwischen fast zehn Jahre geworden sind.


Ich freue mich jedenfalls schon auf mein 10-jähriges Artnight-Jubiläum – und darauf, hoffentlich noch sehr viele Menschen für ein paar Stunden aus ihrem Alltag heraus und in die Kreativität hinein zu bringen.

Bis dahin wird einfach weiter gemalt. 🎨